2016

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„Gospel and more…“

1. Gospelnight Sindelfingen am 12. 03.2016

Newjoyce aus Sindelfingen, Voice-Cream aus Tübingen und der Gospelchor Gönningen –

Ein Gospelchor sind wir nicht – aber „and more…“ auf alle Fälle!

Musikalischer Genuß und viel Freude am Singen in der Christuskirche Sindelfingen

Danke an Newjoyce Sindelfingen für eure Einladung!

 


„Irgendwo auf der Welt ….“ – gibt’s ein  kleines bisschen Glück!

Benefizkonzert für Refugio e.V. am 30.01.2016 im Sparkassencarre, Tübingen

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 Was sind die Zutaten für ein gelungenes Benefizkonzert?

Der starke Wunsch, Menschen zu unterstützen, die wichtige soziale – und überwiegend ehrenamtliche – Arbeit leisten. 35 Frauen und Männer, die sich dazu auf die Bühne stellen und mit Begeisterung singen und musizieren. Eine Schar Helfer, die sich kompetent und engagiert um Getränke, Schnittchen, Sound und Beleuchtung kümmern. Dazu ein starker Partner, der den notwendigen Saal zur Verfügung stellt und die Werbung sowie den Ticketverkauf organisiert.
Als die Kreissparkasse Tübingen uns wegen eines weiteren Benefizkonzerts anfragte (im November 2014 hatten wir für den Kinderhospizdienst Boje e.V. gesungen), nahmen wir dies daher gerne an. Denn: ein Benefizkonzert zu veranstalten bedeutet mehrfachen Gewinn, stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl im Chor selbst, sondern trägt auch zum sozialen Frieden in unserem „Ländle“ bei.
Doch zunächst zurück zum Sommer 2015 – wir sammelten Vorschläge und stimmten darüber ab, welche Organisation wir durch den Erlös des Konzerts unterstützen wollen. In dieser Zeit wurde in den Medien von überfüllten Flüchtlingsbooten berichtet, von Menschen, die ertranken oder in einem überfüllten LKW in Österreich tot aufgefunden worden waren. Mit großer Mehrheit fiel unsere Wahl daher auf den Verein Refugio, dessen Mitarbeiter traumatisierte Flüchtlinge therapeutisch behandeln (mit Unterstützung von Dolmetscherinnen in ihrer Muttersprache), außerdem Hilfen in Krisensituationen sowie Alltagsbegleitung anbieten. Denn die Menschen, die aus Kriegsgebieten kommen, haben oft für uns unvorstellbar Schreckliches erlebt. Durch diese wichtige Arbeit von Refugio bekommen sie überhaupt erst die Chance, sich hier zu integrieren.
Den Titel des Abends „Irgendwo auf der Welt (gibt’s ein kleines bisschen Glück)“ hatte Chorleiter Cornelius Fritz ausgewählt. Dieses berühmte Lied von den Comedian Harmonists wurde von ihm als Medley mit „Heal the world“ von Michael Jackson arrangiert, was inhaltlich genauso zum Thema des Abends passte wie „Let us be brave“, ein von ihm selbst komponiertes, getextetes (und mit Almut Hepper zusammen gesungenes) Lied, das anlässlich von brennenden Flüchtlingsunterkünften entstand – im Jahr 2001!
Das weitere Programm war, wie immer bei unseren Konzerten, vielfältig: Cohen’s Ballade „Hallelujah“ im 5-stimmigen Frauenensemble gesungen, dirigiert von Viviane Glora, Jazz-Interpretationen wie „Spain“ von Chick Corea oder „Whisper not“ (mit Ulrike Kern als Solistin), Bossa-Nova-Rhythmen („Aqua de beber“) und der Dreivierteltakt eines Volkslieds aus den Ardennen („Eveille toi, Renaud“), eine Interpretation von „Cloud Nr. 9“ (Brian Adams) und „Viva la vida“ (Coldplay), das Stück „Gøta“ von den Färöer Inseln, „Nkosi Sikeleli/Malaisha aus Afrika und noch weitere (bekannte und weniger bekannte) Stücke. Helge Herr begleitete uns wie immer einfühlsam am Piano und die gekonnt eingesetzten Rhythmen von Timon Crienitz an Bongos, Kongas und Cajón sowie unsere Alt-Sängerin Claudia Zeeb mit ihren Marakas packten uns und setzten uns in Bewegung. Auch das Publikum ließ sich mitreißen, reagierte mit begeistertem Applaus und forderte zwei Zugaben. Mit Samba-Rhythmen („Mas que nada“) und „Die Gedanken sind frei“ im 5/4 Takt beschlossen wir das Programm.
Ein Benefizkonzert zu veranstalten, bedeutet mehrfachen Gewinn: den größten Teil des Erlöses aus Ticket-Einnahmen und die kompletten Spenden des Abends können wir an Refugio e.V. weiterreichen. Gleichzeitig ist „Voice Cream – Chormusik von Pop bis Jazz“ in der traditionell eher klassisch geprägten Chorlandschaft Tübingens und Umgebung noch etwas bekannter geworden.
Und das ist gut so.