2015

Bündnis gegen Depression

22. 04.2015 im Landratsamt Tübingen

Singen ist auf alle Fälle ein gutes Mittel gegen Depressionen – daher haben wir dieses Bündnis gerne mit unserem Beitrag unterstützt.

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Voice-Cream in Besançon, Frankreich

Temple Besançon – 02. Mai 2015

Tolles Ambiente -

 

„Mensch“ im Gefängnis?

Konzert im Vollzugskrankenhaus Hohenasperg, am 07.02.2015

Wie muss er sich anhören, der „richtige Ton“ für Menschen, oft Männer, die inhaftiert und dazu meist noch krank sind? 

Vor dem Konzert

Vor dem Konzert

Ein Auftritt hinter Gittern

Unser Chorleiter, Cornelius Fritz, entschied sich für das gleiche – leicht abgeänderte – Programm unter dem Titel „Mensch“, das wir bereits Ende November 2014 im Benefizkonzert für „Boje“ gesungen hatten.

An einem sonnigen und eiskalten Februartag machten wir uns also auf den Weg. „Im Gepäck“ hatten wir eine Mischung aus Jazz und Pop, Samba, auch ein irisches Schlaflied war dabei und: „Die Gedanken sind frei“, passend zum Hohenasperg, dem „Demokratenbuckel“. Einst war es ein Staatsgefängnis für „Aufrührer“ wie Chr. Fr. D.Schubart oder Eugen Bolz.

Ein Chorkonzert im Gefängnis ist schon außergewöhnlich: Es fängt damit an, dass alle persönlichen Dinge an der Pforte abgegeben werden müssen. Man hat mit der Beklemmung klarzukommen, die die verschlossenen Türen, Gitter und Mauern mit dem Stacheldraht auslösen. Und man singt vor einem Publikum, das zumeist reglos und in sich gekehrt dasitzt. Umso mehr freuten wir uns deshalb, wenn wir bei dem Einen oder Anderen tatsächlich ein Lächeln im Gesicht oder sogar leichte Lippenbewegungen und „wippende“ Füße erkennen konnten.

Unser Konzert war geplant von 15.30 Uhr bis 17.00 Uhr und pünktlich konnten wir dies dann auch beenden. Wir bekamen herzlichen, stehenden Applaus und die lautstarke Bitte um Zugabe, der wir natürlich sehr gerne nachgekommen sind! Danach war nur noch Zeit für einige kurze, begeisterte Kommentare oder ein Händeschütteln. Dann wurde unser Publikum von den Vollzugsbeamten auch schon wieder weggeführt.

Im anschließenden Gespräch mit dem katholischen Gefängnisseelsorger erfuhren wir viel über den Alltag im Gefängnis. Martin Schmid-Keimburg – durch dessen Unterstützung dieses Konzert überhaupt ermöglicht wurde – berichtete erfahren und anschaulich über die besonderen Herausforderungen im einzigen Vollzugskrankenhaus Baden-Württembergs. Denn die hier inhaftierten Personen kommen aus verschiedensten Herkunftsländern und leiden an unterschiedlichsten Krankheiten. Auch eine psychiatrische sowie eine sozialtherapeutische Abteilung gibt es auf dem Hohenasperg.

Für uns wird dieser ganz besondere Auftritt immer in Erinnerung bleiben und die Einladung, ein solches Konzert doch wieder einmal zu geben, haben wir natürlich sehr gerne angenommen.